Dry Needling behandelt myofasziale Triggerpunkte – überempfindliche Verhärtungen im Muskel – mit feinen Akupunkturnadeln, ganz ohne Injektion eines Wirkstoffs. In meiner Praxis in der Kölner Innenstadt setze ich Dry Needling bei Verspannungen, ausstrahlenden Schmerzen und Spannungskopfschmerzen ein. Viele Patienten spüren bereits nach kurzer Zeit eine deutliche Besserung.

Woher kommt das Dry Needling?

Dry Needling, also „trockenes Nadeln“ basiert auf den Erkenntnissen und Erfahrungen von Janet Travell, David G. Simons, Peter Baldry, Chan Gunn, Karel Lewit, Christian Gröbli und anderen. Das Dry Needling hat sich aus der Erkenntnis heraus entwickelt, dass es nicht nötig ist, mit einer Injektionsnadel in Triggerpunkte zu stechen und eine Substanz zu injizieren, sondern der Einstich mit einer Akupunkturnadel alleine genügt, um einen myofaszialen Triggerpunkt zu behandeln. Auch wenn bei der Methode eine Akupunkturnadel verwendet wird, so ist doch die Wirkung nicht mit der der Akupunktur zu vergleichen.

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Woran erkenne ich einen Triggerpunkt?

Klinisch versteht man unter einem Triggerpunkt eine in der Skelettmuskulatur liegende Zone im mikroskopischen Bereich, welche innerhalb eines Hartspannstranges liegt. Früher sprachen wir gerne von Myogelosen, welche z.B. im Bereich der Nackenmuskulatur sehr häufig auch vom Patienten selbst getastet werden können. Diese Zone reagiert auf Druck oder Zug überempfindlich. Schmerzen können lokal entstehen oder an entfernten Orten des Bewegungsapparates. Oft kann man z.B. bei Druck auf die Stelle am Nacken Kopfschmerzen auslösen, bei denen die Patienten sagen: “ Ja, genau das ist mein Schmerz“. 
Diese Schmerzen entstehen oft durch Minderdurchblutung des entsprechenden Areals und führen zu einer anhaltenden Verhärtung der entsprechenden Struktur. Die Behandlung mittels Dry Needling als Teil der Therapie führt oft zu einer Verbesserung der Beschwerden in extrem kurzer Zeit.

Wie läuft die Behandlung ab?

Am Anfang stehen das Gespräch und die Untersuchung: Ich taste die betroffene Muskulatur ab und suche den Punkt, der Ihre Beschwerden auslöst. Dann setze ich eine sehr feine Nadel direkt in den Triggerpunkt. Das kurze Zucken des Muskels, das dabei entstehen kann, ist gewollt – es zeigt, dass der richtige Punkt getroffen ist. Anschließend entspannt sich die Struktur, die Durchblutung verbessert sich.

Im Video unter diesem Text sieht man die Zuckung des Muskels ( innerer Anteil des Oberschenkelstreckers ) beim Treffen der Nadel auf einen Triggerpunkt. Wie im Video zu sehen, kann der Muskel durchaus häufiger zucken und somit Energie abbauen.

 

Meine Ausbildung im Dry Needling

Ich habe das Dry Needling 2022 bei der DGSA in Winterthur erlernt („Dry Needling Top 30“) und mein Wissen 2023 bis 2025 in Leipzig vertieft, zuletzt in den Advanced-Kursen. Die Kombination mit der Ultraschalldiagnostik und der Perkutanen Nadelelektrolyse – einer verwandten Nadeltechnik für chronische Sehnenbeschwerden – macht die Nadeltechniken zu einem Schwerpunkt meiner Praxis.

Häufige Fragen zum Dry Needling

Der Einstich selbst ist kaum spürbar, die Nadeln sind hauchdünn. Trifft die Nadel den Triggerpunkt, kann ein kurzes, tiefes Ziehen oder Muskelzucken entstehen – das ist Teil der Wirkung und vergeht sofort wieder.

Nein. Es wird zwar dieselbe feine Nadel verwendet, aber Dry Needling zielt auf konkrete Triggerpunkte im Muskel, nicht auf Meridiane oder Energiebahnen. Die Wirkweise ist nicht mit der Akupunktur zu vergleichen.

Das hängt davon ab, wie lange die Beschwerden schon bestehen. Oft zeigt sich schon nach der ersten Behandlung eine spürbare Veränderung.

Bei bestimmten Vorerkrankungen, Blutgerinnungsstörungen oder der Einnahme von Gerinnungshemmern klären wir vorher gemeinsam, ob Dry Needling für Sie infrage kommt. Das gehört zur Anamnese vor jeder ersten Behandlung.

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