Die Perkutane Nadelelektrolyse (PNE) ist eine minimal-invasive, ultraschallgesteuerte Behandlung chronischer Sehnenbeschwerden, etwa an Achillessehne, Patellasehne oder beim Tennisarm. In Spanien und den Niederlanden etabliert, wird sie in Deutschland bislang nur von wenigen Praxen angeboten. Ich habe die Methode 2021 in Rotterdam erlernt und 2023 den Advanced-Kurs in Maastricht/Echt abgeschlossen.

Informationen zur Perkutane Elektrolyse-Therapie

Die perkutane Elektrolyse-Therapie (wie PNE, EPTE und EPI) ist eine minimal-invasive Behandlungsmethode, die bei kurz- und langfristigen Beschwerden an Sehnen, Muskeln und Gelenken eingesetzt wird. Unter Ultraschallkontrolle wird eine dünne Nadel vorsichtig in die betroffene Struktur eingeführt und anschließend ein galvanischer Strom verabreicht. Dadurch entsteht lokal ein elektrolytischer Effekt, der verschiedene physiologische Entzündungsreaktionen auslöst, die für die Bildung von neuem, gesundem Gewebe notwendig sind.

Im Einzelnen geschieht u. a. Folgendes:

  • PH-Wert steigt an

  • Der Säuregehalt normalisiert sich

  • Die Blutzirkulation verbessert sich

  • Die Wanderung von Stoffwechselprodukten in die Läsion wird angeregt

  • Tenozyten werden dazu angeregt, neue, dehnbare Kollagenfasern im betroffenen Bereich zu produzieren

  • Ein günstiges Umfeld für die Synthese von Sehnengewebe wird geschaffen.

Indikationen für die perkutane Elektrolyse-Therapie
Die perkutane Elektrolyse-Therapie ist wirksam bei chronischen Tendinopathien, einschließlich:

  • Plantarfaszie

  • Achillessehne

  • Patellasehne

  • Tennis-und Golferarm

  • Supraspinatussehne

Darüber hinaus ist die perkutane Elektrolyse auch bei Bursitiden, Kapsel- und Bänderbeschwerden, Entrapment-Neuropathien und akuten myogenen Beschwerden wirksam.

Vorteile der perkutanen Elektrolyse

  • Hohe nachweisliche Wirksamkeit bei langfristigen chronischen Beschwerden

  • Gut kombinierbar mit anderen Formen der aktiven Therapie

  • Lokale Behandlung direkt am betroffenen Gewebe oder in dessen unmittelbarer Nähe

  • Keine Schädigung von gesundem Gewebe

  •  Sehr gute Behandlungsergebnisse bei chronischen Langzeitbeschwerden

  • Behandlung unter Ultraschallkontrolle

  • Minimales Rezidivrisiko

  • Effizient, kurzdauernd und schnell wirksam

Häufige Fragen zur PNE

Beim Dry Needling wirkt allein die Nadel auf den Triggerpunkt im Muskel. Bei der PNE fließt zusätzlich ein schwacher galvanischer Strom durch die Nadel, der gezielt eine Heilungsreaktion im Sehnengewebe auslöst – unter Ultraschallkontrolle, millimetergenau.

Vor allem bei chronischen Tendinopathien: Achillessehne, Patellasehne, Plantarfaszie, Tennis- und Golferarm sowie Supraspinatussehne. Auch Bursitiden, Bänderbeschwerden und Entrapment-Neuropathien sprechen gut an.

Die Nadel ist hauchdünn, der Strom niedrig dosiert. Kurzzeitig kann ein brennendes Gefühl im Gewebe entstehen – die Sitzung selbst ist kurz und gut verträglich.

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